02 · Technik
Technische Standards für professionelle Immobilienfotografie.
Professionelle Immobilienfotografie verlangt mehr als eine Vollformatkamera. Die wichtigsten technischen Anforderungen sind:
Tilt-Shift oder Perspektivkorrektur
Stürzende Linien entstehen, wenn die Kamera nicht waagerecht ausgerichtet ist. Ein Tilt-Shift-Objektiv korrigiert das optisch. Alternativ lässt sich die Perspektive in der Nachbearbeitung korrigieren, bei Weitwinkelaufnahmen jedoch auf Kosten der Bildkanten. Wer kein Tilt-Shift einsetzt, sollte das transparent kommunizieren.
HDR-Belichtungsreihen
Innenräume mit großen Fensterflächen haben einen Dynamikumfang, den kein einzelnes Bild abdeckt. HDR-Belichtungsreihen (in der Regel 3 bis 5 Aufnahmen unterschiedlicher Belichtung) werden in der Nachbearbeitung zu einem Bild zusammengefügt. Das Ergebnis: sichtbarer Ausblick und korrekt belichteter Innenraum gleichzeitig.
Stativ und Tethering
Stativ ist Pflicht für Schärfe, Wiederholbarkeit und gleichmäßigen Bildaufbau. Tethering (die direkte Verbindung von Kamera und Laptop am Set) erlaubt eine sofortige Kontrolle auf großem Bildschirm und vermeidet Nachproduktion durch Fehler, die erst im Büro auffallen.
Drohne für Außenaufnahmen
Luftaufnahmen zeigen Lage, Grundstück und Umgebung und sind bei größeren Objekten und Neubauprojekten ein Standardbestandteil. Voraussetzung: gültige EU-Drohnenregistrierung und, je nach Luftraum, eine Genehmigung nach SERA-Regelwerk.
